Sonntag, 2. Oktober 2022, 16 Uhr „Martin Hesse singt Gundermann“

Gerhard Gundermann, Jahrgang 1955, gilt als Bruce Springsteen des Ostens. Mit seiner unprätentiösen und streitbaren Art wird er zur Identifikationsfigur für unzählige Menschen aus den neuen wie auch alten Bundesländern. Seine Lieder und damit sein Werk entfalten ihre Wirkung weit über seinen frühen Tod hinaus, besonders seine tiefen Texte konnten der Sprachlosigkeit der Nachwendezeit etwas entgegensetzen.
Zum Feiertag der Deutschen Einheit möchten wir Ihnen gern einige seiner Lieder näher bringen. Dabei werden wir eine Kernerfahrung vieler ostdeutscher Biografien auch in der Art des Musizierens sichtbar machen; die Fähigkeit erfinderisch zu sein, aus der Not eine Tugend zu machen, nicht zuletzt improvisieren zu müssen. Deshalb wollen wir uns mit den Mitteln der Improvisation seinen Stücken nähern.
Luzia Walsch, Jahrgang 1987, geb. in Dresden, wohnhaft in Leipzig, vermag mit ihren ausdrucksstarken Klarinettenspiel den Stücken Gundermanns eine lebendige und zugleich melancholische Atmosphäre zu verleihen.
Karl-Philipp Henschelmann, Jahrgang 1989, geb. in Gera, wohnhaft in Leipzig gibt als musikalischer Allrounder nicht nur den Takt an, sondern verzaubert im harmonischen Zusammenspiel mit Flöte, Akkordeon und bei besonderen Anlässen auch mal mit Gießkanne.
Martin Hesse, Jahrgang 1987, geb. Meerane, wohnhaft nähe Kassel, nutzt die Gitarre und seinen Gesang um Gerhard Gundermanns Lieder mit seinen eigenen Kompositionen in den Austausch zu bringen.
Wir laden Sie herzlich ein an dieser musikalischen Reise zwischen zwei Generationen teilzunehmen und gemeinsam verschiedene Perspektiven auf die Nachwendezeit zu erleben.