Sonntag, 8. Januar 2023 Joachim Krause: „Am Abend mancher Tage“

Lesung aus dem Buch: Joachim Krause: „Am Abend mancher Tage“ – eine Spurensuche in Mitteldeutschland, Wartburgverlag Weimar, 2008

„Die Geschichten in diesem Buch greifen nach einem, rufen ein Meer von Erinnerungen wach, holen tief Abgesunkenes herauf, stimmig bis ins Detail, mit leichter Hand geschrieben, machen staunen, was da an Bildern und Gerüchen, an Wahrhaftigkeit von den 1950er Jahren an im mitteldeutschen Raum

vom Autor gerettet wurde. So ist es gewesen, ein Geschichtsbuch einfacher hautnaher Dinge und Spiegel eines unverwechselbaren sozialen Kosmos.  Später die Dorfkinderzeit im Pfarrhaus und auf den Feldern, all- wie festtäglich voll genossen und geleert bis zur Neige.  Dann Großwerden, der

allbekannte Perspektivwechsel in Schule und Fremde, Flugversuche in der Gesellschaft der 1960er Jahre. Erste Bruchstellen, die auch weh tun. Doch weiter, wieder aufstehen, mit Gitarre und Chemiestudium in Dresden.  In den 1970ern dann Beruf, Familie, Kinder, Opposition – das volle Leben vor der Wende. Daneben Gemeinschaft in der „offenen Jugend“ der Dresdner Weinbergskirche, das ABC des Lebens buchstabieren, Fernstudium Theologie, Lieder texten: »Am Abend mancher Tage, da stimmt die Welt nicht mehr …«  Wer die bleiernen Jahre hierzulande mit erlebt hat, wird sich bei diesem Autor wiederfinden, der zudem, anders als wir meisten, Mittel und Wege zu rührigem Mittun hat finden können, auch beim Aufbruch zu neuen Horizonten nach 1989.

 Es war einmal – und wir sind dabei gewesen. Wenn nicht, haben die Nachgeborenen hierfür alles in der Hand.“ (250 kurzweilige, nachdenklich machende und authentische Regional-Geschichte(n))

(Weitere Infos: http://www.krause-schoenberg.de/kinderzeit.html Die Vorstellung ist mit Ostrock-Musikstücken „gewürzt“, zu denen JKrause die Texte geschrieben hat)